
CHARON BESTATTUNGEN
Im Trauerfall rund um die Uhr erreichbar
Telefon 030-13899677
Mail post@charon.de
Hier finden Sie bald unsere neue Website
Gegründet wurde Charon Bestattungen 2002. Seit 2026 hat Matthias Buhrow das Unternehmen übernommen und führt Charon Bestattungen mit erweitertem Team weiter: Rose K. L. Hamm, Elisabeth Obentheuer & Scarlett Warlich.
Die Weichen für unsere Arbeit haben Gründer und Buddhist Uller Gscheidel und die Hebamme Dr. Clarissa Schwarz gestellt.
Aus ihrer Arbeit entstand unser Schwerpunkt auf individuellen Bestattungen sowie der Begleitung verwaister Eltern und ihren verstorbenen Kindern.
Bis heute hat Charon Bestattungen über 2200 Verstorbene und deren Zugehörige begleitet.

Elisabeth Obentheuer
Aus eigener Erfahrung weiß ich um die Einmaligkeit der Zeit zwischen Tod und Beerdigung. Ich bin immer wieder dankbar dafür, Menschen dabei begleiten zu dürfen. Es liegt mir am Herzen, die An- und Zugehörigen zu ermutigen, in die Selbstwirksamkeit zu kommen. Sie selbst entscheiden, wie eng Sie die einzelnen Schritte bis zur Bestattung begleiten möchten. Ich stehe dabei an Ihrer Seite. Ich habe Charon Bestattungen vor einigen Jahren kennengelernt, als einer meiner Söhne unerwartet bei der Geburt verstarb. Die zugewandte Begleitung war für mich ein wichtiger Anker in dieser Zeit der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Nicht nur privat, sondern auch beruflich hat der Tod meines Sohnes meinen Lebensweg beeinflusst. Nach Stationen bei verschiedenen Bestattenden und Fortbildungen zur Trauerrednerin und Trauerbegleiterin, bin ich wieder zu Charon Bestattungen zurückgekehrt.

Matthias Buhrow
Nach Erfahrungen im Objekttheater und als Jongleur suchte ich mit Mitte Dreißig als Vater von zwei Kindern nach für mich stimmigeren Lebenswegen. Aus eigener Lebenserfahrung weiß ich, dass in der Zeit um den Tod und der Bestattung sehr wesentliche und tatsächlich den Menschen zugehörige Momente entstehen können. Mit meinem Anspruch, Menschen unvoreingenommen wahrzunehmen und anzuerkennen, bringe ich eine Grundhaltung mit, die Charon Bestattungen entspricht. Bestatten bedeutet für mich, in den existentiellsten Situationen (Über-)Lebensräume zu öffnen, zu schützen und zu begleiten, soweit das die Menschen möchten. Ich begreife das als ganzheitlichen Beruf – der mich erdet und dankbar macht. Ich habe schon als Sargträger gearbeitet, ein Fernstudium der Trauerbegleitung absolviert und Praktika beim Bestattungsfuhrwesen und Traditionsbestatter gemacht. Schließlich habe ich eine fundierte Ausbildung zum Bestatten mit trauerbegleiterischem und prozessorientierem Schwerpunkt bei Kulturtrauer e.V. gemacht. An der Seite von Clarissa Schwarz und Uller Gscheidel durfte ich viele wertvolle Lernerfahrungen sammeln, insbesondere um das Begleiten von verwaisten Eltern. Unterwegs bin ich hauptsächlich mit dem Fahrrad und lege Wert auf Nachhaltigkeit. Ich biete einen Trommelkurs in einem Begegnungszentrum für Menschen mit und ohne Behinderungen an.

Scarlett Warlich
Zum Bestatten bin ich aus Liebe gekommen. Aus Liebe für meine Omi und Frucht jahrelanger antizipierter Trauer um diesen so geliebten Menschen. In einem Totenfürsorge-Workshop von memento Kultur:Trauer e. V. durfte ich erleben, was ich selbst alles tun kann, um (m)einen Abschied früh mitzugestalten und (meiner) Trauer ihren Raum zu geben. Mit memento bin ich seither eng verbunden und vertiefe dort mein Wissen über das Handwerk des Bestattens. Außerdem bin ich mit der Aufgabe beschenkt, das Wissen rund um die individuelle Gestaltung eines friedlichen Abschieds, den jede Person an jeder Stelle mitgestalten darf, in die Welt zu tragen und damit wichtige bestattungskulturelle Arbeit zu leisten. Matthias von Charon, der Fährperson, ist in mein Leben gekommen, als ich angefangen habe, zum autofreien Bestatten zu arbeiten und der Frage nachzugehen, wohin das Sterben aus dem öffentlichen Raum verschwunden ist: wieso sehe ich keine klassischen Bestattungsfahrzeuge mehr? Und wieso, in einer Stadt wie Berlin, keine Bestattungsräder? Aus diesen Fragen heraus ist unsere Zusammenarbeit erwachsen und der geteilte Wunsch, möglichst viel der bestattungspraktischen Arbeit mit dem Fahrrad umzusetzen. Für die Arbeit als Bestatterin verdanke ich Anke Weinmar & Thomas Henschel aus der Mediationsakademie Berlin mein allerwichtigstes Werkzeug: mit Menschen in den wahrhaftigen Dialog zu treten und wirklich zu verstehen, was es ist, dass ihnen wichtig ist und was sie individuell brauchen. Wenn der Weg des Bestattens auch etwas vorgezeichnet anmutet, gestalten wir ihn dennoch zusammen mit den Zugehörigen einmalig, gehen auch mitten durch Felder und Wiesen..als Lebensende-Mediatorin unterstütze ich Menschen auch darin, innere Konflikte am und zum Lebensende zu klären und zu lösen. Vorsorge verstehe ich dabei als Ausdruck von Selbstbestimmung und Fürsorge: für dich und deine Lieben. Und um das Leben, das bleibt, zu genießen.

Rose K. L. Hamm
Der Tod ist ein zutiefst transformatives Ereignis, eine Zäsur. Er beschließt Leben und formt Lebensläufe - so auch bei mir - und kam für mich als bedeutsames Thema ebenso überraschend auf, wie der Wunsch, Bestatterin zu meinem Beruf zu machen. Bevor mein eigenes Leben diese unvermittelte Pirouette tanzte, habe ich, mit meinem Interesse an Kunst und Kultur, zunächst eine Ausbildung zur Fotografin in Berlin und ein Studium der freien Kunst in Hamburg absolviert. Bestrebt, dem Leben mit offenem Blick und offenem Herzen zu begegnen, das Dasein in seiner Vielschichtigkeit zu erkunden - und dabei auch die Schwere nicht zu scheuen - habe ich vielleicht zuvor in der Kunst gesucht, was ich nun in der Bestattung gefunden habe: Komplexität, Sinn und Lebendigkeit, zwischenmenschliche Tiefe und spirituelle Weite. Was mich darüber hinaus immer wieder sehr bewegt, ist die Empfindlichkeit und Verwobenheit unserer Leben, die in Phasen des Abschieds, liebevoll wie schmerzlich, besonders spürbar werden. Es bedeutet mir viel, Hinterbliebene und ihre Verstorbenen in dieser besonderen Zeit begleiten zu dürfen: Unterstützend da zu sein, wenn sich die wichtige Frage stellt, nicht ob, sondern wie wir von denjenigen Menschen Abschied nehmen können, die wir gekannt, geachtet, geliebt haben, mit denen wir gelebt und durch deren Begegnung wir erst wurden, wer wir sind. Meine ersten Einblicke in die Bestattungspraxis hatte ich 2023 im Rahmen eines Praktikums bei memento Bestattungen. Berührt und beeindruckt von dieser bemerkenswerten Arbeit, stellte sich zeitnah ein klares Gefühl ein, sich diesem Bereich zukünftig selbst beruflich zuwenden zu wollen. Auf diesem Hintergrund habe ich mich entschieden, die Ausbildung zum trauerbegleiterischen und prozessorientierten Bestatten bei Kultur:Trauer e.V. zu durchlaufen. Mit Charon Bestattungen als Platz und dem Beruf der Bestatterin als Perspektive, sehe ich meine Aufgabe darin, Menschen mit Verlusterfahrung unterstützend zur Seite zu stehen und durch die Herausforderungen und Besonderheiten dieser einmaligen, oft schweren Zeit zwischen Tod und Bestattung professionell zu begleiten. Neben meiner Bestattungstätigkeit bin ich seit kurzem auch Teil von DIE TRAGENDEN, einem frisch gegründeten Team von Sargträger*innen in Berlin. Des Weiteren interessiert mich themennahe Bildungs- und Kulturarbeit und die Bedeutung von Sterben, Tod und Trauer auch auf gesellschaftspolitischer Ebene.

Dr. Clarissa Schwarz
Ich bin Hebamme seit 1982, außerdem Gesundheitswissenschaftlerin und Lehrerin. Gemeinsam mit meinem Mann Uller Gscheidel habe ich zwei erwachsene Töchter und ein Sternenkind. Schon zu Beginn meiner Hebammenausbildung machte ich im Kreißsaal die Erfahrung, dass manche Babys tot geboren werden. Ich hatte das Glück dabei von guten Vorbildern lernen zu dürfen und die Betreuung von verwaisten Müttern und die Begleitung in Folgeschwangerschaften war immer ein Schwerpunkte meiner Arbeit als Hebamme. 1999 erhielt ich die Chance ein Forschungsprojekt, aus dem meine Doktorarbeit entstand. Nach insgesamt 13 Jahren an Hochschulen - zuletzt in Bochum, um den ersten grundständigen Hebammenstudiengang in Deutschland aufzubauen - entschied ich mich 2012 wieder in Berlin zu arbeiten. Nun bin ich wieder als freiberufliche Hebamme tätig. Außerdem biete ich Achtsamkeitskurse (MBSR - Mindfulness Based Stress Reduction und MBCP - Mindfulness Based Childbirth and Parenting). Und als Bestatterin begleite ich verwaiste Familien während der wichtigen Zeit zwischen Tod und Bestattung des Kindes.

Uller Gscheidel
Ich bin Dipl. Pädagoge und nach vielen Jahren beratender und leitender Tätigkeit habe ich mich 2002 entschlossen als Bestattungsunternehmer in einem gesellschaftlichen Umfeld neu zu beginnen, das aus meiner Sicht dringend neuer Impulse bedarf, gerade in einer Zeit, in der festgefügte Rituale und Abläufe in Krisensituationen für immer mehr Menschen hohl und sinnentleert wirken. Freilassender Respekt und Toleranz gegenüber anderen Menschen und Einstellungen, waren immer Grundlage meiner Beratertätigkeit. Mitgefühl und Verständnis sind in 35 Jahren gewachsen aus dem tibetischen Buddhismus.\r\nIch lebe seit fast 40 Jahren zusammen mit meiner Frau Clarissa Schwarz, deren langjährige Tätigkeit als Hebamme, unsere Familie immer begleitet hat. Wir haben zwei erwachsene Töchter. Seit 2012 bin ich Gesellschafter und Geschäftsführer der von mir und meiner Kollegin Susanne Jung gegründeten gemeinnützigen Gesellschaft PortaDora (https://www.portadora.de/)